Wie sollen wir junge Familien mit einem Durchschnittsverdienst ermöglichen, hier zu bleiben, wie sollen wir die so dringend benötigten Fachkräfte bspw. angestellte Handwerker oder Mitarbeiter in Dienstleistungsberufen wie Pflegerinnen, Verkäufer, Frisöre, Reinigungskräfte, Büroangestellte, Erzieherinnen, etc. für Vaterstetten gewinnen?
Die Gemeinde muss auf Ihren eigenen Grundstücken selbst bauen, bspw. in Vaterstetten-Nordwest und auf dem ehemaligen Schulareal an der Gluckstraße.
Für Vaterstetten-Nordwest hat der Gemeinderat das bereits auf den Weg gebracht. 152 günstige Wohnungen sollen gebaut werden. Leider ist der Fördertopf vom Freistaat leer. Wir wollen sehr hoffen, dass vom Investitionspaket, das die Bundesregierung verabschiedet hat, gerade für den kommunalen Wohnungsbau mehr übrig bleibt und dass der Freistaat diese Gelder vor allem weitergibt.
Selbst bauen oder mit Genossenschaften, gilt auch für die Gluckstraße.
Die Schulgebäude an der Gluckstraße verschlingen immense Energiekosten, permanent, obwohl sie zum größten Teil leer stehen. Wenn der Kindergarten aus dem Schulgebäude umzieht nach St. Anna (bei Maria Linden), was soll dann mit dem Areal passieren? Im Oktober 2020 wurde zwar ein Bebauungsplan beschlossen, aber in der sog. Agenda 2030 des Bürgermeisters finden sich hierzu keine Aussagen. Die Gemeinde darf ihr Tafelsilber nicht veräußern, sondern sollte auch hier Wohnungen bauen. In der Zwischenzeit könnten die Räume für die interimistische Aufnahme von Start-Ups, Büros oder an Kulturschaffende vermietet werden. Ich bin der Meinung, dass es nicht verantwortbar ist, diese Gebäude leer stehen zu lassen.
Natürlich müssen auch noch andere Ansätze verfolgt werden. Bspw. ob bei der bei der Genehmigung von Einzelhandel und Discountern, die große Flächen benötigen, aber in der Regel nur einstöckigen Flachbauten planen, grundsätzlich eine Wohnraumnutzung in weiteren Stockwerken zu fordern ist.
Klar ist auch, es muss einfacher und damit kostengünstiger gebaut werden.